Ausstellungen

Die ständigen Ausstellungen in Jamtli befassen sich vor allem mit der Kulturgeschichte Jämtlands von der Eiszeit bis heute. Im Vorraum zu den Hauptausstellungen werden Sie mit dem Ungeheuer vom Storsjö-See, einem mythischen Wesen der Region, bekannt gemacht. Es wird Sie faszinieren, was Zeugen von ihrer angeblichen Begegnung mit dem Ungeheuer zu erzählen haben, und auf welche Weise man versucht hat, es zu fangen!

Mit seinen Sonderausstellungen widmet sich Jamtli der modernen Kunst und Fotografie, der Gesellschaft und ihren Veränderungen, und zeigt historische Themen in einem neuen Licht. Neben den Führungen durch die Sonderausstellungen können Sie auch selbst kreativ tätig werden – das Atelier und die Kunstdozenten von Jamtli stehen Ihnen zur Verfügung.
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Quelle der Sami

Die Kultur der Sami ist wie das Wasser einer Quelle – beständig und doch immer auf dem Weg. Folgen Sie den Spuren der Rentierherde durch die vier Jahreszeiten. Bewundern Sie die schöne historische Kleidung und die Gegenstände aus dem Leben der Sami und erfahren Sie, welchen vielfältigen Nutzen das Rentier für die Sami hatte. Treten Sie ein! In der Torfhütte werden Geschichten aus dem Leben der Sami erzählt (nur in Schwedisch bzw. Sami) oder traditionelle „Joik“, Lieder der Sami, gespielt. Genießen Sie einen nächtlichen Spaziergang unter dem Sternenhimmel und lassen Sie sich von einer Lichtbildshow der Fotodokumentation von Nils Thomasson in das Leben der Sami im frühen zwanzigsten Jahrhundert entführen.

Wikinger

Die Ausstellung gruppiert sich um neun Holzfiguren, die jeweils ein bestimmtes Thema verkörpern, z. B. Essen, Handel, Schmuck, Jagd und Religion. Herzstück der Ausstellung sind die prachtvollen Överhogdal-Wandteppiche. Sie gehören zu den ältesten erhaltenen Teppichen dieser Art in Europa und werfen selbst nach fast hundert Jahren Forschung noch viele Fragen auf: Wie kommt es, dass sie so gut erhalten sind? Wie wurden sie gefertigt? Wo wurden sie verwendet, und welchem Zweck dienten sie? Was erzählen uns die Motive auf den Teppichen? Bevor Sie sich die Wandteppiche in echt ansehen, können Sie sich in einer Bildershow über ihre Geschichte und die Zeit der heidnisch-christlichen Glaubenskämpfe der Zeit informieren.

Jäger und Sammler

Vor 9000 Jahren schmolz in der Region das Eis der Gletscher.
Kurz darauf zogen die ersten Menschen auf den Spuren des Wilds in das neue Land ein. 7000 Jahre lang lebten sie als Jäger und Sammler und nomadisierten in kleinen Gruppen den Jahreszeiten und der Wildwanderung folgend.
Die Ausstellung zeigt, wie ihre Siedlungen ausgesehen haben könnten, was sie aßen und welche Werkzeuge und Waffen sie zum Überleben entwickelten. Diese archäologischen Gegenstände werden Werkzeugen gegenübergestellt, die von verschiedenen Völkern der Erde heute noch verwendet werden und stellen unseren Begriff von Zeit und Veränderung in Frage.

Wegbereiter der Moderne

Diese Ausstellungsreihe zeichnet das Leben der Menschen nach, die Jämtland-Härjedalen in den Jahrhunderten vor der industriellen Revolution besiedelten und das Land kultivierten. Männer und Frauen hatten unterschiedliche Aufgaben, ein Bauernhof konnte nur zu zweit bewirtschaftet werden. Wie sah ihr Tageablauf aus, welche Fähigkeiten und Kenntnisse brauchten sie, um unter den oft rauen Bedingungen zu überleben? Sie werden von den Antworten der Ausstellung beeindruckt sein. Die Bauern von Jämtland trieben auch Handel. Im Winter machten sie sich auf den langen Weg nach Westen, um nach Levanger in Norwegen zu gelangen, und nach Südosten, Stockholm, um dort auf den Märkten einzukaufen und ihre Ware zu verkaufen.

Das goldene Jahrhundert

Die Ausstellung konzentriert sich auf die blühende Zeit zwischen 1750 und 1850. Damals wie heute waren Hochzeiten ein wichtiger Anlass zum Feiern, und wurden mit großem Aufwand zelebriert. Ausgangspunkt der Ausstellung ist deshalb eine Hochzeitsfeier, die die schönsten Exponate aus den Sammlungen des Museums wie Kleider, Stoffe, Trinkgefäße und Möbel zeigt. Im nächsten Raum werden Volksmusik und Sprachschatz in einer Bildershow mit Volkstänzen und Musik eindrucksvoll präsentiert. Eine weitere Sammlung beherbergt 900 verschiedene Aufnahmen mit Volksmusik, Sami Joik, Geigenpartien und Hirtenliedern. Für Spracheninteressierte werden Unterrichtsstunden in Jamska, dem jämtländischen Dialekt, angeboten.

Jämtlands dunkle Zeit…

Im letzten Raum des „goldenen Jahrhunderts“ zweigt ein Gang nach links ab und führt Sie zurück in eine dunkle Zeit der Geschichte Jämtlands, die von blutigen Auseinandersetzungen gekennzeichnet war. Jahrhundertelang kämpften Schweden und Dänemark-Norwegen um die Herrschaft in der Region, und brachten immer wieder großes Leid über die Bevölkerung Jämtlands. Ein weiteres Thema der Ausstellung ist die mittelalterliche Kirchenkunst und die Geschichte des heiligen Olav und anderer Heiliger. Wenn Sie die chronologische Reihenfolge bevorzugen, empfehlen wir Ihnen, schon vom „Arnljot“-Raum der Wikinger-Ausstellung aus über die Treppen in diesen Ausstellungsteil zu gehen.

Kunst

Im zweiten Stock befindet sich die Kunstausstellung des Museums, die Werke der bedeutendsten Künstler der Region zeigt, zum Beispiel Anton Genberg, Maria Wrangel und Ante Karlsson-Stig, sowie zeitgenössische Maler wie Aino Näslund und Monica Nilsson.